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Unsere Zucht

Die Rasse
Die Graue Gehörnte Heidschnucke ist ein Symbol für Robustheit und Tradition. Als eine der ältesten deutschen Landschafrassen bietet sie Züchtern eine einzigartige Kombination aus Anspruchslosigkeit und hoher Produktqualität, besonders in der extensiven Haltung.
Heidschnucken in der Winterwolle
Heidschnucken in der Winterwolle

Das Vlies

Ein Spiel aus Grau und Schwarz. Das markanteste Merkmal ist das zweischichtige, silbergraue Vlies

  • Farbverlauf: Der Körper ist silbergrau, wird aber durch einen tiefschwarzen Brustlatz sowie eine schwarze Hals- und Nackenpartie kontrastiert.
  • Zwei-Schichten-System: Das Vlies besteht aus langem, grobem Oberhaar (bis zu 25 cm lang), das wie ein Regenschutz fungiert, und einer sehr feinen, weichen Unterwolle, die die Körperwärme speichert.
  • Lämmer-Transformation: Ein faszinierendes Detail für Käufer ist, dass Lämmer pechschwarz und gelockt geboren werden. Erst nach der ersten Schur im zweiten Lebensjahr kommt das charakteristische Grau zum Vorschein.
Heidschnucken Lamm auf der Weide
Heidschnucken Lamm
Heidschnucken Bock im Profil
Heidschnucken Bock

Kopf und Gehörn

Der Kopf verleiht der Rasse ihren stolzen Charakter

  • Kopf & Beine: Diese Partien sind komplett unbewollt und mit kurzem, glänzend schwarzem Haar bedeckt. Die Ohren sind klein und stehen schräg aufwärts.
  • Die Hörner der Böcke: Sie bilden große, gewundene „Schnecken“, die weit vom Kopf abstehen sollten, um ein Einwachsen zu verhindern.
  • Die Hörner der Auen: Die weiblichen Tiere tragen deutlich zierlichere, nach hinten gebogene sichelförmige Hörner
Heidschnuckenböcke im Frühsommer
Frisch geschorene Jungböcke
Heidschnuckenbock mit schwarzem Latz
Heidschnuckenbock mit typvollem schwarzen Latz

Körperbau und Fundament

Heidschnucken sind kleine bis mittel­große Landschafe, wirken aber durch ihre Wolle viel massiger

  • Rahmen: Sie haben einen tiefen, geschlossenen Rumpf mit gut gewölbten Rippen.
  • Fundament: Die Beine sind feingliedrig und haben sowohl vorne als auch hinten eine korrekte gerade Stellung. 
  • Harte Klauen: Ihre extrem harten, schwarzen Klauen machen sie unempfindlich gegenüber Krankheiten wie Moderhinke und ermöglichen den Einsatz auf kargen, steinigen oder sandigen Böden.
Heidschnucken Auen im Winter
Heidschnucken in der Winterwolle

Unsere Philosophie

Zwischen Tradition und Naturverbundenheit entsteht das, was uns antreibt: eine Landwirtschaft mit Haltung, Verantwortung und echter Überzeugung.“

Heidschnucken Freimuth
Heidschnucken im Frühsommer

Unsere Zucht

Ihre Eigenschaften
frisch geschorener Heidschnuckenbock

Extreme Genügsamkeit


Heidschnucken verwerten faserreiche Gräser (z. B. Borstgras) und fressen mit Vorliebe Brombeerblätter und Brennesseln, die Leistungsrassen oder Rinder übrig lassen. Sie "schnökern" (naschen) zudem gerne junge Birken- und Kieferntriebe, was sie zu idealen Landschaftspflegern macht.

Heidschnucken in der Winterlandschaft

Robustheit & Wetterfestigkeit


Dank ihres speziellen Vlieses und ihrer Herkunft sind sie extrem widerstandsfähig gegen raue Witterung und benötigen kaum Stallhaltung.

Heidschnucken fressen im Moor Birkenaufwuchs

Harte Klauen


Ihre besonders harten Klauen machen sie unempfindlich gegenüber Krankheiten wie Moderhinke und ermöglichen den Einsatz auf kargen, steinigen oder sandigen Böden.

Heidschnucke im Frühsommer mit Blatt im Maul

Wildbretartiges Fleisch


Das Fleisch gilt als Delikatesse. Es ist sehr fettarm, dunkel und hat einen charakteristischen, wildähnlichen Geschmack. Durch die ganzjährige Freilandhaltung und dem Verzicht auf Kraftfutter ist es besonders hochwertig.

Heidschnuckenaue mit Lamm

Instinktsicherheit


Heidschnucken verfügen über sehr gute Muttereigenschaften, lammen meist problemlos allein ab und sind genetisch zu Mehrlingsgeburten befähigt. 

Heidschnuckenböcke beim Fressen

Naturschutz im Rupertiwinkel

Landschaftspflege
zwischen See und Alpen

Die Graue Gehörnte Heidschnucke ist weit mehr als nur ein Nutztier – sie ist eine unersetzliche Landschaftsgärtnerin für unsere Heimat. Rund um den Waginger See, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Rupertiwinkels, leistet unsere Herde einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Heidschnuckenböcke beim Fressen
Heidschnucken grasen am Surspeicher
Erhalt der regionalen
Kulturlandschaft

In einer Region, die von ihrer natürlichen Schönheit lebt, übernehmen unsere Schnucken die ökologische Verantwortung. Ohne die gezielte Beweidung würden ökologisch wertvolle Magerwiesen und Randflächen in der Ökomodell Region Waginger See innerhalb kürzester Zeit verbuschen.

  • Schutz der Artenvielfalt: Durch den selektiven Verbiss halten unsere Schafe wertvolle Freiflächen offen, die Lebensraum für seltene bayerische Pflanzen und Insekten bieten.
  • Sanfte Bewirtschaftung: Unsere Tiere pflegen auch schwer zugängliche Hanglagen im Rupertiwinkel, die für Maschinen ungeeignet sind – leise, ökologisch und nachhaltig.
  • Biotop-Vernetzung: In ihrem dichten Vlies transportieren sie Samen über die Weiden und fördern so die natürliche Flora unserer Alpenvorlandschaft.
  • Höchste Fleischqualität: Spitzenprodukte für den regionalen Gourmetmarkt.
  • Ganzjährige Bewegung im Freien:durch das langsame Wachstum der Tiere entwickelt das Fleisch ein besonderes Aroma.
  • Geringe Stallkosten: Da die Tiere fast das ganze Jahr draußen verbringen, entfallen hohe Investitionen in große Stallbauten.
  • Förderfähigkeit: Die Beweidung von ökologisch wertvollen Flächen wird in Bayern oft durch Programme zur Landschaftspflege gefördert.